Schlacht um Holgoria
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Wir sehen uns bei Teil 2 wieder: Blutbrueder !

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Kapitel 14: Heerschau

 

„Das Scheißding will nicht passen!“

„Nun Abt, vielleicht solltest du es richtig herum anlegen.“ Sabbers Rat war wohl weise, denn so wie Sven sich anstellte, würde er bis zum Ende der Schlacht nicht mehr in sein Kettenhemd gelangen. Beleidigt zog Sven von dannen, immer noch wild mit den Armen fuchtelnd, der Stahl rasselte an ihm wie an einem Poltergeist, so dass mehrere Sperrer Gardisten, die dort Waffen und Rüstungen austeilten, fluchend zur Seite springen mussten, um nicht von der Wut des Abtes erwischt zu werden.

„Da geht er hin, was, Gefährte?“

„Ja, Sabber, da geht er hin“ stellte ich treffender weise fest. „Glaubst du er wird die morgige Abenddämmerung erleben?“ Der Blick des Gandalfs sprach in diesem Moment Bände. Vielleicht würden ihn Licht und Liebe bewahren vor dem Stahl der Emolyten.

Er selbst verzichtete auf Rüstung und Klinge, er verließ sich lieber auf seinen Stab und die Macht des Taschentuchs.  Was mich betraf, so hatte ich das Schwert des gefallenen Spaniers, was ich Tag und Nacht hütete wie einen Augapfel. Ich selbst vertraute auf Hinterlist und Tücke, und auf das Glück, das dem armen Ben nicht vergönnt gewesen war.  

 

Die gesamte Zitadelle war in heller Aufruhr, die Luft war erfüllt vom Hämmern und Klirren der Schmieden, vom Klappern und Wiehern der Pferde, vom Rufen der Kardinäle, die Choräle waren verstummt und an ihrer Statt vernahm man nun Geräusche vom großen Exerzierplatz, denn lange Zeit waren die Roten nicht mehr in die Schlacht gezogen. Und über allem wachte seine Heiligkeit Papst Holger der Erste, sein Cammerlengo Heminator schien sich wie eine Schlange um ihn zu winden.

 

Die Sperrer Garde in der Zitadelle selbst war auf ein Minimum beschränkt worden, die meisten sattelten bereits ihr Ross, in ihren Mienen spiegelten sich Furcht, Zuversicht, Zweifel, aber dennoch die alte hochnäsige Überlegenheit wider, für die jene Rote Garde seit jeher bekannt wurde.

 

Schließlich riefen uns die Trommeln und Herolde auf den großen Platz vor den Toren der Zitadelle. Die Generäle und Feldherren Holgorias erhoben sich auf den Zinnen der Feste weit über uns. Inzwischen sammelten sich Hunderte Mann in Purpur, wohin man blickte glänzten Stahl, Schild und Speeresspitze. Überall flatterten Banner und Standarten im aufkommenden Wind, und als würde selbst der Himmel in die Schlacht ziehen wollen, bildeten sich am Horizont düstere Wolkenberge.

 

Seine Heiligkeit Papst Holger der Erste erschien, umringt von der Sperrer Garde, löste sich aus der Menge des Hofstaates. Feierlich, wie man es von ihm kannte, breitete er die Arme aus und erhob die Stimme:

„Hallo zusammen!“ Ein genau so kurzer wie gewaltiger Schlachtruf war die Antwort. „Tapfere Krieger Holgorias!“ Wieder brandete Jubel gegen die Mauern. „Die Zeit ist gekommen. In euren Augen sehe ich Zweifel, sehe ich die gleiche Furcht, die auch mich verzagen ließe. Aber ich sage euch eines!“ Er deutete in die Richtung der dunklen Wolkenberge, die bereits gegen uns marschierten. „Dort lauert ein Feind, schlimmer als alles, was wir bisher kannten! Ein Feind, der die Freiheit eines jeden Sohnes und einer jeden Tochter Holgorias bedroht! Wir sind eine Familie!“

„Zumindest die mit genug Lebensminuten“ raunte unser Abt verdrossen, worauf er einige böse Blicke erntete. Inzwischen hatte er in sein Kettenhemd gefunden und eine gar herrliche Rüstung angelegt. Sie war in hellblau gehalten, und ein Schmied hatte ihm kurzerhand das Zeichen von Licht und Liebe eingraviert.

„Und als solche“ fuhr Holger fort“ werden wir ihm die Stirn bieten!“ Erneut erhob das Heer die Stimme, und diesmal wurde es noch lauter als zuvor, sodass die Mauern erzitterten. Die Soldaten waren bereit. „Holgorianer! MARSCH!!!“

 

Die Feldherrn brüllten Befehle, und die Abteilungen machten der Reihe nach Kehrt, und unter dröhnenden Fanfaren und Trommelschlägen setzte sich die Armada in Bewegung.

 

Was uns bei all diesem Pathos entging, war ein dunkler Schatten am Himmel, der uns stets folgte… und weitere seiner Art mit sich führte…




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