Schlacht um Holgoria
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Wir sehen uns bei Teil 2 wieder: Blutbrueder !

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 Kapitel 13: Die Trommel ruft!

 

Besonders warm war es nicht gerade. Das mochte daran liegen, dass es keine Fenster gab. Auch war es nicht sonderlich gemütlich, was er sein Heim nannte. Das mochte an der unmittelbaren Nähe zu den Viehstallungen liegen. Doch hatte er ein Dach über dem Kopfe, das zählte. Vielen anderen in Holgoria erging es nicht ganz so gut. Vor allem denen, die noch nicht in die Familie von Holgoria aufgenommen worden waren, mangelte es an allem. Doch reichte es zum leben aus.

 

Die Sonne kletterte gerade über die Berge am Horizont, als er noch in seinem Bett aus Stroh und Laken lag und friedlich schlummerte. Meist träumte er vom Heldentum, von üppigen Weibern und unerschöpflichen Reichtümern, in denen er wahrlich baden konnte. Manchmal entsann sein Schlaf wilde Schlachten, blutige Gemetzel, wildes Stechen, und stets erhob er sich als siegreicher Krieger über den Gebeinen seiner Feinde.

Und jedes Mal beendete der Hahn seine Abenteuer jäh, und inzwischen war er mit Speer und mit Pfeil und Bogen recht geübt, denn das Ziel war stets jener verhasste Gockel gewesen, dem man inzwischen – nachdem der Bauer ihn mehrmals ersetzt hatte – eine eiserne Rüstung geschmiedet hatte.

 

Doch an jenem Morgen sollte es nicht das Krähen des Hahnen sein, welches den Knaben den Fängen des Schlummers entriss. Es waren Trommeln!

Wie von Sinnen sprang er von seinem Lager auf, warf sich in seine verfilzte Kutte und spähte vorsichtig aus dem Fenster. Waren die Häscher Kollomons wieder eingefallen, um nach IHM zu suchen?

Nein. Es waren gar obskure Gestalten, die da einen Radau sondergleichen veranstalteten. War das Hysterienspiel zu Gast? Falls ja, musste er sich beeilen, einen guten Platz zu ergattern. Flink verließ er seine Hütte und eilte auf den Platz, wo sich mehr und mehr Volk sammelte.

 

Mit einem Male jedoch verstummte das Schlagzeug, und die fahrenden Barden riefen die Bürger an. Sie waren gar schwarz und in Leder gekleidet, ein gar unheimlicher Anblick in diesen armen Gefilden. Und so sprach der Barde, dass ihn alle vernehmen konnten:

„Einfaches Volk von Holgoria! Hört uns an! Wir, die Laienspielgruppe Rammelstein, sind von weit her gekommen, um euch frohe Kunde zu bringen. Denn Licht und Liebe sind für alle da, nicht nur für die Heilige Rote Inquisition!“

Die Dorfwache, die so genannten Cardinals Mannen – kurz CM’S – wollte schon beherzt eingreifen, doch der Beifall brandete dermaßen auf, dass sie inne hielten. „Volk“ sprach der Barde weiter, „die Zeit ist gekommen. Nehmt was ihr tragen könnt, greift zu den Waffen, und erhebt eure Stimme!

Licht und Liebe sind für alle da! Auch für euch!“

Der Beifall wurde ohrenbetäubend. Der Knabe bahnte sich einen Weg durch die Menge und drängte sich zu den Barden, um auf zu begehren: „Bürger! Ich bin Noki, ein Sohn Holgorias, wie ihr!“ Zustimmendes Murmeln folgte. „Mir erging es kaum besser als euch. Und wem haben wir das zu verdanken, frage ich euch! Kollomon und diesem selbsternannten Heiligen! Ich sage, wir folgen der Trommel!“

Er wurde in die Mitte genommen, die Barden ließen ihn mehrfach hochleben, und die Menge griff zu Fackeln, Mistgabeln, manche hatten noch ihre Klingen aus den Stammi-Kriegen aufgehoben, so sie lebend davon zurück gekehrt waren.

 

Noki selbst durfte trommeln, und so zogen sie weiter in die nächste Ortschaft, bereits Duzende waren Rammelstein schon gefolgt, und es sollten mehr und mehr werden…

 

Denn Licht und Liebe waren schließlich für alle da. Es war ein ungewohntes Gefühl für Noki, jemand zu sein, doch nun war er der Informatiker von Licht und Liebe, jetzt sollten große Dinge seiner harren…




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