Schlacht um Holgoria
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Wir sehen uns bei Teil 2 wieder: Blutbrueder !

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Kapitel 9: Schafott

 

Stimmen, Schreie, Stöhnen. Und dieser Gestank!

Langsam kam ich wieder zu mir. Mein Schädel dröhnte. Neben mir waren der Abt und Sabber Gandalf. Auch sie kamen wieder zur Besinnung.

„Toll gemacht, Abt Abartig.“

„Ja, reife Leistung, du Narr!“

Sven rieb sich den Kopf. „Aua. Was ist denn… oh. Ich schweige.“

„Dafür ist es FFFFFFT wohl zu spät.“

„Im Kerker Kollomons, da wollt ich schon immer mal hin“ murrte ich. Doch so kamen wir nicht weiter und Sven hatte sich bereits reumütig in die Ecke zurückgezogen.

 

So saßen wir. Nur wenig Fackelschein fiel durch die rostigen, dennoch robusten Gitterstäbe. In der Zelle nebenan grüßten uns stumm die Gebeine der Vormieter.

 

Sabber seufzte. Und spuckte aus, hier würde es nichts ausmachen. Es zischte. Magischer Speichel?

„He, mach das mal mit den Gitterstäben!“

„Gute Idee!“

Er holte weit aus, sammelte, und mit einem Male entlud er seinen Mund gegen das Eisen. Es krachte, der Kerker selbst wurde erschüttert. Da stiefelte die unheilvolle Gestalt vom Henker heran und baute sich vor uns auf: „Ha! Magiesicher. Lasst das bitte, unsere Gäste möchten schlafen. Ach ja, Yoshua“ er hielt inne, fixierte mich, „wer den König stört fliegt entweder raus oder wird weggesperrt… aber was erzähle ich DIR das! Ha!“ Er wandte sich um und verschwand.

„Die sperren ja echt FFFFFFFT alles weg was ihnen nicht passt“, stellte Gandalf fest. „Peinlich. Ich würde so was nie machen.“

„Ja, so sind die eben. Sven? Komm wieder her, wir müssen hier raus. Vielleicht kann uns sein Licht ja diesmal helfen!“

Ein ersticktes Schluchzen drang aus der Ecke und ein „Ihr verhöhnt mich! Huendchen!“ folgte verzweifelt. Schließlich jedoch kam er wieder und nahm auf seiner spärlichen Pritsche Platz. Wir überlegten.

„Vielleicht“ meinte der Abt, „geschieht ja doch ein Wunder.“

Ein kurzes abfälliges Schnauben war die einzige Antwort auf diesen geistlich geistigen Erguss.

 

So saßen wir, es kam uns wie eine Ewigkeit vor. Fast glaubten wir uns verloren, da bekamen wir unerwarteten Besuch. Es war ein Edelmann in rotem Prunkharnisch. Er betrat unsere Zelle, jeder seiner Schritte donnerte wie ein Kanonenschlag und hallte viele Male wider.

Wir sahen sein Gesicht nicht, doch seine Blicke waren durchaus spürbar. Er hatte uns gesucht. Und gefunden. Da fasste er in eine Seitentasche in seinem Gewand, zog ein Pergament, entrollte es zackig und las vor:

„Yoshua, der Vagabund. Abt Sven von Licht und Liebe, Sabber Gandalf, Zauberkundiger. Auf Befehl seiner Heiligkeit Papst Holger sollt ihr entsperrt werden! Ihr habt hiermit Befehl, mit mir zu kommen! Eilt euch, wir haben nicht viel Zeit.“

Das war ein Wort. Wir folgten ihm eilig, und keiner der Emolyten hielt uns auf, immerhin war ein heiliger Abgesandter bei uns.

„Wer seid Ihr eigentlich, Herr?“

„Nicht reden. Laufen.“

„… Gut!“

 

Im Innenhof bestieg jeder von uns ein Pferd und wir ritten los. Kaum waren wir durch das Tor, schlug man Alarm und die Emolyten nahmen hastig die Verfolgung auf. Pfeile sirrten um uns her, und die Feinde schlossen langsam aber sicher auf!

Wir waren noch nicht über die Zugbrücke, da wurde Gandalf von einer unsichtbaren Hand gepackt, vom Pferd gezerrt und fiel… in den Graben!

„Sabber, nein!“

„Keine Zeit! Weiter!“ brüllte der rote Ritter durch den Lärm der schwarz-roten Reiter. 

So mussten wir auf unserer Flucht unseren Gefährten zurücklassen… doch wir entkamen, fürs erste…




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