Schlacht um Holgoria
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Wir sehen uns bei Teil 2 wieder: Blutbrueder !

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Kapitel 4: Konspiration

 

Während dessen ging es in der Hängemattenfestung weitaus weniger beschaulich und unterhaltsam zu. Die Nacht war hereingebrochen und ließ die pechschwarze Burg unsichtbar werden, denn selbst die Fackeln wurden gelöscht. In einer kleinen Kammer in den unendlichen Kellergewölben der Bastion kauerten die vom Tagewerk erschöpften Diener des Königs und versuchten ein weiteres Mal verzweifelt, Schlaf zu finden. Denn selbst das Schnarchen des Monarchen wurde von den Mauern zurückgeworfen und in vielfachem Echo wieder gegeben, nicht einmal das Reich der Träume schützte einen vor der Grausamkeit Kollomons.

Die Leibeigenen zitterten in ihrer spärlichen lila Habe, während die Rotgewandeten der Heiligen Inquisition es angenehm warm hatten.

„Was glaubt ihr, wann der Lord seinen Plan endlich umsetzen wird?“ fragte Innina, eine der Trägerinnen der Hängematte. „Er behandelt uns wie Dreck, seit ER ihm entwischt ist. Also ich weiß nicht, wie…“

„Still, Innina“ herrschte sie Sir Toby an, „wenn das einer hört!“

Nun begehrte der nächste Träger auf, sein Name war Michel Li, ein Halbling aus dem Auenland: „Also ich find es gut, dass der Lord bald König ist, mir geht die Schlepperei auf den Geist.“

„Du musst ja auch fast kein Gewicht tragen, du Hanswurst“ donnerte Jagson, der Grimmige, der immer was auszusetzen hatte.

„Nun beruhigt euch mal wieder,“ sagte eine kleine Maid, keine der Träger, jedoch immer in unmittelbarer Nähe Kollomons. Ihr Name war Kathi Sosse, „habt euch lieb und seid wie kleine süße flauschige…“

„Du nervst,“ grollte Jagson. „Was meinst du eigentlich, Ram Nip,“ fragte er den letzten Träger, der fast nie etwas sagte, meistens deswegen, weil niemand hören wollte, was er zu sagen hatte. „Sag schon, Nip.“

„Mir ist das egal, ich trage diesen Herren auch alleine auf Händen, wenn’s sein muss.“ Ram winkte ab.

„Ja ja, das war mir wieder klar,“ blökte Innina los, während Sir Toby sie vergeblich zur Ruhe rief, „du wieder! Pah!“

„Hört auf zu streiten, seid lieb zueinander und…“ Weiter kam die Sossenmaid nicht, sie wurde geknebelt, gefesselt und in die Ecke gepackt, wo sie wild piepend und zappelnd protestierte.

„Wurde auch mal Zeit,“ kommentierte ein Sklave aus Wackenhausen, und trank.

Nun stand Jagson von seiner spärlichen Pritsche auf, ging nervös in der Kammer auf und ab und überlegte laut. „Wenn der Lord nicht bald handelt, werden wir handeln müssen, meine Freunde.“

Innina schien davon wenig begeistert. „Also ich mache nichts. Das ist mir alles zu kompliziert und gefährlich. Nichts, hört ihr! Nichts tue ich!“

„Seit man dich aus dem Roten Orden verbannt hat, redest du auch nur noch wirr,“ stellte der Wackenhausener passenderweise fest und leerte seinen Bierkrug, den er immer bei sich trug wie einen treuen Gefährten. „Reicht schon, dass die Prinzessin Sowas von Süß und ihre Magd Farinia aus der Feste geflohen. Sollen wir den König jetzt in der schwersten Stunde alleine lassen?“

Jagson blieb stehen, wandte sich dem Trinker zu und nickte. „Ja. Denn der Lord wird wissen, was…“

„Was ist da eigentlich für DICH drin, Jagson, hat dir Lord Mordoria vielleicht Macht versprochen?“ spöttelte Ram, der sich wider Erwarten in den Disput eingeschaltet hatte.

Dem Diener schien diese Bemerkung zu missfallen, denn er drehte ihm den Rücken zu und schnaubte abfällig. „Was will ich mit Macht, Herr Nip! Ich bin ein treuer Diener seiner königlichen Hohheit Orkus von…“

Weiter kam er nicht, denn Orkus von Mordoria stand mit einem Male in der Tür und unterbrach sie. „Was konspiriert ihr hier, ihr Narren!“ Unter der schwarzen Ledermaske des Henkers zeichneten sich wutentbrannte Züge ab. „Ich sollte euch alle steinigen lassen, denn Steine sind OK ! Wenn das ein Getreuer des Königs hört, was ihr Hühner hier tratscht! Was ich sagen wollte…“

„Ja?“ fragte Jagson neugierig, dem wohl mehr am Wohl des Orkus lag als allen anderen.

„ER wurde gesichtet, in Kritikheim. Er scheint auf dem Weg hierher sein. Wenn wir morgen nicht handeln, werden wir alle in den Kerkern Kollomons enden. Also. Seid ihr bereit?“

Alle nickten, nur Ram Nip schien es egal zu sein. Er drehte sich um und schlief ein.

„Ist geritzt!“ rief Sir Toby begeistert.

 Alle fielen in das diabolische Gelächter Orkus’ ein… und es wurde von den Mauern vielfach zurück geworfen…




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