Schlacht um Holgoria
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Wir sehen uns bei Teil 2 wieder: Blutbrueder !

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Prolog: Der gefallene Spanier
 
Eiskalter Wind zerrt unerbittlich an meiner spärlichen Habe, als ich durch die Einöde ziehe, meine Gedanken und Erinnerungen meine einzigen Gefährten. Lang war es her, dass die Hexe Deppish Wonda ihres Weges zog, wie im Traum schien es, dass der Drache den Frank’, Herzog von Marlowia, verschlungen, unwirklich die Begegnung mit dem Hohepriester Iamus und seinem Gefolge, ihre Stimmen und Gesichter kreisten um mich wie Motten um die Kerze am Fenster in der Dämmerung. Selbst mein Weib suchte nach meiner Rückkehr von meiner Reise mit den absonderlichen Gestalten ihr Glück woanders, und blieb nur zu hoffen sie fand es.
 
So ziehe ich denn, immer dem Horizont entgegen. Gewaltige Wolkenberge lassen mich mein eigen Dasein nutzlos schelten, die Krähen auf den Bäumen überschütten mich mit Häme, der Horizont dennoch stets in greifbarer Nähe. So ziehe ich denn. Auf meinem Wege zeigten sich Narren, die Spott und Zwietracht zu sähen wussten, Priester die nur allzu erbost darüber waren, bei mir keinen Ablass, Lügen im Namen des Herrn, loszuwerden. Wo nichts ist, ist eben nichts. Nachts findet niederes Getier zu meinem Lager. Einmal wurde ich von einem gemeinen Hamster angefallen, bedauerlicherweise ausgerechnet ins Gemächt. Doch verflucht der Seemann die Ratte nicht, die schwimmen kann?
 
So ziehe ich. Ich bin vogelfrei, mein Abbild hängt inzwischen in jeder Stadt, so ziehe ich durch die Dörfer. Wenn auch dort Hexen im Schafspelz lauern, wie ich feststellen musste. Sie tauchten auf wie Phoenix aus der Asche, die sie auch hinterließen. Eben erscheint ein solches Dorf vor mir, da auf einem nahe gelegenen Baum die Krähen kreischend gen Himmel stoben und die Sonne kurz unter ihren finsteren Schwingen zu begraben scheinen. Was wissen sie, was meinem Sinne entging? Dann hörte ich sie. Reiter! Schnell warf ich mich ins nächste Gebüsch, gerade noch zur rechten Zeit, denn die Ritter in finstrer Rüstung preschten an meinem Versteck vorbei. Ich wartete, dann kroch ich aus dem Unterholz und sah ihnen nach.
Das Dorf fängt Feuer! Die Schreie der Sterbenden hallen bereits zu meinem Ohr. Was geht da vor? Meine blanken Füße setzen sich in Bewegung, es gilt zu retten was zu retten ist! Außer Atem treffe ich ein. Die Szene ist grauenvoll! Überall verstümmelte Leiber, das Dorf steht lichterloh in Flammen, die Schreie erlischen auf schrecklichste Weise, der Gestank zehrt an meinem Verstand. Ich wandle auf Boden aus frischer Asche auf der Suche nach Überlebenden. Wahrlich, welch Wahnsinn entbrannte hier?
 
Plötzlich packte mich eine Hand beim Knöchel, ich hielt inne. Auf der Erde lag ein Krieger in gar scheußlichem Zustand. Er hustet Blut und deutet mir, ich solle mich zu ihm herunterbeugen. Ich erfülle den letzten Wunsch des sterbenden Kämpfers und lausche seinen Worten.
 
„Fremder… Fremder… sind sie… weg?“
„Ja, mein Freund, sie sind fort“ sage ich und achte darauf ihm nicht zu nah zu kommen, überall aus seinem Körper sprudelt der Lebenssaft, „doch sagt mir, wer hat Euch solch Leid zugefügt?“
Er zögert. Hustet Blut. „K… K… König Kollomon der Grausame. Er… und sein Henker Orkus von M… Mordoria… … sind sie f… fort?“ Er hustet und keucht.
„Ja, bleibt ruhig, mein Herr Ritter. Sagt Ihr mir Euren Namen, damit ich eure Geschichte und die Kunde jener Schandtaten in die Lande tragen kann! Sagt ihn mir, Herr. Bevor Euch der Herr zu sich nehmet!“
Er hustete wieder Blut. Schon glaube ich, es ist zu Ende, dann öffnet er die Augen weit. Sein Blick durchbohrt meinen, als er spricht: „B… B… Ben … Espanol. Sagt dem V… Volk was hier vor sich ging. Und jetzt… geht!“ Er entschläft.
Ich stehe auf, und nach kurzer Suche habe ich zwei gefallenen Reichen zwei Taler abgenommen und lege sie dem toten Spanier auf die Augen, damit er den Fährmann bezahlen kann. Den Rest des Vermögens findet in meine Taschen. Sollen die Reichen doch sehn wie sie über den Styx gelangen! Mit neuer Kraft und dem Schwert des gefallenen Ben mache ich mich auf den Weg in die Lande.
 
Stolzer Krieger, ich schwöre, Ihr sollt nicht umsonst gefallen sein!



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